Kurze Geschichte der Burg von Diósgyőr

Über die auch als mittelalterliche Ritterburg bekannte Festung schrieb zuerst der Chronist Anonymus. Die Glanzzeit fällt in das 14. Jahrhundert, die Zeit der Herrschaft Ludwigs I. In dieser Zeit begann die bis zum ersten Quartal des 16. Jahrhunderts – bis zum Jahr 1526 – währende Epoche, als die Burg das Verlobungsgeschenk, die ländliche Residenz von sechs Königsgemahlinnen war. Darauf ist auch die noch heute gebräuchliche Bezeichnung der Burg zurückzuführen: „Királynék vára“ (Burg der Königsgemahlinnen).

10–11. Jahrhundert – Die erste Erwähnung der Burg von Diósgyőr finden wir bei Anonymus, dem Chronisten von König Béla III. Seine Aufzeichnungen wurden durch archäologische Ausgrabungen belegt, wonach auf dem Felsenhügel von Diósgyőr eine Erdburg stand, die wohl um das Jahr 1241 herum, zur Zeit des Mongolensturms, vernichtet wurde.

13–14. Jahrhundert – An der Stelle der Erdburg wurde durch die Familie Ernye eine Steinburg mit zwei Türmen und ovalem Grundriss errichtet, die das erste Mal im Jahr 1316 in einer historischen Quelle erwähnt wird. Die Festung war mit ihrem Innengebiet von etwa 2000 Quadratmetern und dem Außengebiet von 4000 Quadratmetern wohl eine der größten ungarischen Burgen der Zeit.

Telepy Károly (1828–1906) festőművész 1860-ban készült műve a várról és környékéről14–15. Jahrhundert – Die Blütezeit von Diósgyőr war zur Zeit der Herrschaft (1342–1382) Ludwigs I. (des Großen). In dieser Zeit begann der Ausbau des gotischen Burgpalastes mit vier Ecktürmen, einem quadratischen Grundriss, Wohnflügeln im Obergeschoss und einer Kapelle. In ihren Mauern war auch der König oft anwesend, der Ende des Jahres 1381 den mit Venedig geschlossenen Frieden hier unterzeichnete.

16. Jahrhundert – Die Burg von Diósgyőr war bis zum Jahr 1526 das Verlobungsgeschenk, die ländliche Residenz von insgesamt sechs Königsgemahlinnen, unter ihnen Beatrix von Aragón, Gemahlin von König Matthias Corvinus. In der Zeit nach der Niederlage in der Schlacht bei Mohács (Mohatsch) gelangte die Burg in die Hände von Pfandmietern, die Verteidigungswerke errichteten, um die türkische Gefahr abzuwenden. Nach einigen Jahrzehnten berichteten die Klagebriefe der sich um das Schicksal der Burg sorgenden Festungskommandanten bereits über den Verfall.

18. Jahrhundert – Die ihre militärische Bedeutung verlierende Burg kam im Jahr 1702 zur königlichen Kammer zurück. Mangels einer Instandhaltung war das Bauwerk dem Verfall ausgesetzt: die Mauern ließ man teilweise abbauen, die Steine wurden neben Bauarbeiten in der Umgebung auch weit entfernt verwendet. Stiche aus dem 19. Jahrhundert zeigten nur mehr Trümmer in Diósgyőr.

20. Jahrhundert – Die Erschließung und Wiederherstellung der Burg als Kunstdenkmal begann ab dem Jahr 1953. Die dringende Zustandsbewahrung begann Anfang der 1990er Jahre.

2012–2014 – Zur historisch getreuen, teilweisen Rekonstruktion der Burg von Diósgyőr wurde ein architektonischer Plan angefertigt. Der Hauptgedanke der Wiederherstellungsarbeiten und Errichtungen in Milliardenhöhe ist, dass das Profil der malerischen Burg, das sich in den vergangenen Jahrhunderten eingeprägt hat, im Laufe der Arbeiten nicht ändert.