Komplexe kulturelle und ökotouristische Entwicklung von Diósgyőr-Lillafüred

Die Selbstverwaltung der Stadt Miskolc mit Komitatsrecht hat im Zusammenhang mit dem Projekt „Komplexe kulturelle und ökotouristische Förderung von Diósgyőr-Lillafüred“ eine Bewerbung eingereicht, wobei der bedeutendste Teil dieser die Entwicklung der Burg von Diósgyőr (Diósgyőri vár) darstellt. Das Projekt beinhaltet des Weiteren neben der Burg die Herausbildung des Ritterturnier-Platzes (Lovagi Tornák tere) und eines Messeplatzes (Vásártér) bzw. die Erneuerung und Einführung von neuen Funktionen in Bezug auf die Hängenden Gärten von Lillafüred (Lillafüredi Függőkert). Die Bewerbung war erfolgreich, und der Förderungsvertrag wurde am 10. Juni 2012 unterzeichnet.

Hauptcharakteristika des Projekts

Funktion der Projektelemente:

  • Burg von Diósgyőr: interaktiver kultureller Ausstellungsraum, Veranstaltungsraum
  • Ritterturnier-Platz: Gemeinschaftsraum, Ritterturnierbahn
  • Messeplatz: Messeplatz, Empfangsraum
  • Hängende Gärten von Lillafüred: öffentlicher Park, Themenpark

Daue der Verwirklichung des Projekts: 11. Juni 2012 – 30. Juni 2015

Finanzielle Angaben des Projekts:

  • Projektwert: 2 714 459 160 HUF
  • Unterstützung: 2 272 384 272 HUF

Das Projekt wird mit der Co-Finanzierung der Europäischen Union und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung realisiert.

Projektnummer: ÉMOP-2.1.1/A-09-2F-2011-0002

Projektinhalt

Die Selbstverwaltung der Stadt Miskolc suchte lange Zeit hindurch nach Möglichkeiten für die Entwicklung der Burg von Diósgyőr. Viel Planungsarbeit und viele Abstimmungsgespräche stehen im Hintergrund des Projekts. Als Folge erkannte sie, dass eine Ausstellung in der Burg mit musealem Charakter heute nicht mehr attraktiv ist. Die Burg von Diósgyőr bedarf einer individuellen, eigentümlichen Präsentation, damit die hier gemachten Erlebnisse eine gute Erinnerung für die hierher kommenden Touristen bedeuten.

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Präsentation des Entwicklungsplans zum Download » Klicken Sie auf das Bild!

Deshalb schenken wir bei der Realisierung den bestehenden Werten der Burg große Aufmerksamkeit. Wir möchten jedoch die vergangenen Zeiten derart mit einem neuartigen, modernen Ansatz verbinden, dass die Burg mit einem abwechslungsreichen, stimmungsvollen und spielerischen Inhalt ein möglichst breites Besucherspektrum anzieht.

Im Rahmen des Projekts wird die Burg bis zu einer Höhe von zwei Stockwerken wieder aufgebaut, mit Ausnahme des Westflügels. Die Besonderheit der Einrichtung ist, dass die Besucher in der Burg nicht entlang eines festgelegten Korridors verkehren, sondern sich frei bewegen können. Sie können alles ausprobieren und damit die Atmosphäre einer mittelalterlichen Burg erleben. Dank des interaktiven Inhalts können sich die Besucher nicht nur gut amüsieren, sondern auch die Geschichte der Burg auf spielerische Weise kennen lernen – nicht zuletzt mit Hilfe von Animateuren, die den Gästen den Weg weisen, ihnen helfen, ihre Fragen beantworten und zeitgenössische Kleidung tragen.

Makett: előtérben a Lovagi tornák tere, háttérben a várIm Erdgeschoss werden Ausstellungsräume herausgebildet, die den Alltag im Mittelalter präsentieren, so z. B. Räume, die die Zünfte, die mittelalterliche Küche und die Jagd illustrieren. Im Obergeschoss wird die Geschichte der Burg vorgestellt: das Leben der Königsgemahlinnen mit Luxusinterieurs aus dem Mittelalter, dem Schlafgemach und Bad der Königsgemahlinnen. Im Nordflügel wird der größte Rittersaal Mitteleuropas wieder errichtet, der als Veranstaltungsraum mit einer Grundfläche von etwa 300 m2 neben Vorträgen, Konferenzen und sonstigen Ereignissen auch temporäre Ausstellungen wird beherbergen können. Im Ostflügel bietet sich mit der Rekonstruktion der Kapelle auf zwei Etagen die Möglichkeit, außergewöhnliche Hochzeiten zu veranstalten.

Die Burg von Diósgyőr dient als Veranstaltungsort auch weiterhin den Besuchern, aber mit dem Wiederaufbau der Gebäudeteile wird der Hof etwas kleiner. Deshalb ist es zur Durchführung von größeren Veranstaltungen notwendig, einen entsprechenden Gemeinschaftsraum zu schaffen. In der Nachbarschaft der Burg wird der Ritterturnier-Platz untergebracht, der die Traditionen wahren und einen Gemeinschaftsraum schaffen soll.

Der Platz dient als Veranstaltungsort, sein wichtigstes Ziel ist die Pflege der in unseren Tagen auflebenden Pferdetraditionen und die Durchführung von Veranstaltungen und Konzerten. Der Platz befindet sich zwischen zwei überdachten bzw. offenen Tribünen und eignet sich einerseits zur Durchführung von Ritterturnieren und Pferderennen, als auch von größeren Konzerten, Messen, Freilicht-Theaterveranstaltungen und Gemeinschaftsereignissen – vor der Kulisse der königlichen Burg mit ihren vier Ecktürmen.

Vor dem Ritterturnier-Platz wird der Messeplatz untergebracht, der über seine eigenständige Funktion hinaus auch geeignet sein wird, kultivierte, besucherfreundliche Gemeinschaftsereignisse zu beherbergen. Mit der Auswahl der passenden Straßenmöbel, der stimmungsvollen Raumbeleuchtung, den ästhetischen Gartenanlagen und der Platzierung entsprechender Verknüpfungspunkte befriedigt der Messeplatz sowohl die Bedürfnisse der Besucher, als auch der Messeverkäufer.

Im Rahmen des Projekts werden auch die Hängenden Gärten von Lillafüred erneuert. Jeder einzelne Terrassenabschnitt erhält einen neuen Inhalt, und auch das gesamte Gartenprofil wird erneuert. Im Rahmen der Entwicklung werden neue Aussichtspunkte herausgebildet, von denen aus die Sicht auf den Wasserfall noch besser zu genießen ist. In der Gesamtheit der Hängenden Gärten erhalten Musik, Dichtung, Jugend und Treffen eigenständige Funktionen, ebenso die Terrasse des Wasserfalls, der Blumen und der Bildhauerkunst. Aus dem Anna-Aussichtsturm können die Sicht auf den höchsten Wasserfall des Landes und seine Atmosphäre aus unmittelbarer Nähe genossen werden.

Das Ziel ist die Herausbildung von innovativen touristischen Attraktionen, die den qualitativ hochwertigen Bedürfnissen der Touristen entsprechen und auch international wettbewerbsfähig sind, sowie die Erhöhung der Zahl der Investoren inspirierenden bedeutenden touristischen Attraktionen, die Reduzierung ihres saisonalen Charakters.

Als Folge des Projekts können die Investoren mit der Erhöhung der Gästezahl, des Anteils an ausländischen Gästen, der Reduzierung des saisonalen Charakters und mit der Verbesserung des Anteils der anspruchsvollen, mehr Geld ausgebenden Touristen rechnen.